Gemüse, Obst und Kräuter – war das schon alles?
Wer sich zum ersten Mal mit Basenfasten beschäftigt, stellt schnell fest, dass viele Informationen im Internet sehr unterschiedlich ausfallen. Darf man Kartoffeln essen? Was ist mit Nüssen? Sind Reis, Nudeln oder Hülsenfrüchte erlaubt? Muss Kaffee komplett gestrichen werden? Und wird man von Basenfasten überhaupt satt?
Die wichtigste Nachricht zuerst: Basenfasten bedeutet nicht, möglichst wenig zu essen.
Im Antoniushof steht eine abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Ernährung im Mittelpunkt. Gemüse, Kräuter, Kartoffeln, Obst, Nüsse und Saaten gehören ebenso dazu wie ausgewählte gekeimte Lebensmittel.
Und bei uns muss niemand seine Fastenwoche zu einer Prüfung machen. Sie sollen bewusst essen, genießen und neue Erfahrungen machen – aber ohne unnötigen Druck.
Was ist Basenfasten?
Beim Basenfasten wird im Gegensatz zum klassischen Heilfasten weiterhin feste Nahrung gegessen. Auf dem Speiseplan stehen überwiegend pflanzliche Lebensmittel, die innerhalb des Basenfasten-Konzepts als basenbildend eingeordnet werden. Gleichzeitig pausieren beispielsweise tierische Lebensmittel, Alkohol und viele stark verarbeitete Produkte.
Der große Unterschied zum Heilfasten nach Buchinger: Beim Basenfasten essen Sie mehrere richtige Mahlzeiten am Tag.
Deshalb entscheiden sich auch viele Gäste für Basenfasten, die neugierig aufs Fasten sind, sich aber mehrere Tage ohne feste Nahrung zunächst nicht vorstellen können.
Welche Lebensmittel darf ich beim Basenfasten essen?
Die Auswahl ist größer, als viele zunächst erwarten.
Bei uns spielen vor allem folgende Lebensmittel eine Rolle:
- Gemüse und frische Kräuter
- Kartoffeln
- Obst
- Nüsse, Kerne und Saaten
- gekeimtes Getreide
- gekeimter Reis
- gekeimter Quinoa
- gekeimte Nudeln
- ausgewählte gekeimte Hülsenfrüchte
Dadurch entstehen nicht nur Salate, sondern warme Frühstücksgerichte, Suppen, Gemüsegerichte, Bowls und abwechslungsreiche Kombinationen.
Gemüse und Kräuter: die Grundlage unserer Basenfasten-Küche
Gemüse ist einer der wichtigsten Bestandteile beim Basenfasten. Je nach Saison können beispielsweise Karotten, Fenchel, Zucchini, Kürbis, Brokkoli, Kohlrabi, Rote Bete, verschiedene Kohlsorten oder Blattgemüse auf dem Speiseplan stehen.
Dabei muss Gemüse keineswegs immer roh gegessen werden. Gedünstet, gebacken, geröstet, als Suppe oder gemeinsam mit Kräutern und anderen pflanzlichen Zutaten verarbeitet entstehen sehr unterschiedliche Mahlzeiten. Gerade während einer Fastenwoche empfinden viele Gäste warme Speisen als besonders angenehm.
Frische Kräuter spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle, weil sie auch einfache Zutaten geschmacklich immer wieder verändern können.
Darf ich beim Basenfasten Kartoffeln essen?
Ja. Kartoffeln gehören bei unserem Basenfasten selbstverständlich dazu.
Sie lassen sich mit Gemüse kombinieren, zu Suppen oder anderen warmen Gerichten verarbeiten und tragen dazu bei, dass eine Mahlzeit nicht nur aus ein paar Blättern Salat besteht.
Gerade für Gäste, die vor ihrer ersten Basenfasten-Woche Sorge haben, ständig Hunger zu haben, ist das wichtig. Basenfasten soll bei uns keine Hungerdiät sein.
Darf ich beim Basenfasten Obst essen?
Auch Obst gehört dazu. Obst kann beispielsweise Bestandteil des Frühstücks sein oder mit Nüssen, Saaten und anderen pflanzlichen Komponenten kombiniert werden.
Dabei geht es nicht darum, den ganzen Tag nebenbei Obst zu essen, sondern auch diese Lebensmittel wieder bewusster wahrzunehmen.
Ein sorgfältig angerichtetes Frühstück wird dadurch schnell zu etwas ganz anderem als der Apfel, den man im Alltag zwischen zwei Terminen isst.
Nüsse, Kerne und Saaten beim Basenfasten
Nüsse und Saaten bringen Geschmack, Struktur und pflanzliche Fette in die Basenfasten-Küche. Walnüsse, Mandeln, Kerne oder verschiedene Saaten lassen sich beispielsweise mit Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Komponenten kombinieren.
Auch hier gilt: Es geht nicht darum, möglichst viel oder möglichst wenig zu essen. Entscheidend ist eine sinnvoll zusammengestellte Mahlzeit.
Gekeimte Lebensmittel: viel mehr Vielfalt beim Basenfasten
Ein besonders interessanter Bestandteil unserer Basenfasten-Küche sind gekeimte Lebensmittel. Dazu können beispielsweise gekeimtes Getreide, gekeimter Reis, gekeimter Quinoa und gekeimte Hülsenfrüchte gehören. Auch geeignete Nudeln aus gekeimten Ausgangsprodukten können verwendet werden.
Dadurch erweitert sich die Küche deutlich. Basenfasten besteht also nicht ausschließlich aus Gemüse und Obst.
Gekeimte Lebensmittel lassen sich beispielsweise mit Gemüse zu warmen Gerichten kombinieren oder als Bestandteil einer Bowl einsetzen.
Welche Produkte genau verwendet werden, hängt vom jeweiligen Gericht und unserem aktuellen Speiseplan ab. Gerade diese Vielfalt überrascht viele unserer Gäste während ihrer ersten Basenfasten-Woche.
Was gibt es beim Basenfasten zum Frühstück?
Auch beim Frühstück muss niemand jeden Morgen denselben Obstteller essen. Je nach Menü können Obst, Nüsse, Saaten und weitere pflanzliche oder gekeimte Komponenten kombiniert werden.
Warme Frühstücksvarianten sind ebenfalls möglich. Viele Gäste erleben dabei etwas Interessantes:
Wenn ein Frühstück nicht nebenbei gegessen wird, sondern bewusst zusammengestellt und in Ruhe genossen wird, verändert sich auch die Wahrnehmung der Mahlzeit. Und genau das gehört für uns ebenfalls zum Fasten.
Wird man beim Basenfasten überhaupt satt?
Ja – und uns ist wichtig, dass Sie satt werden.
Im Antoniushof zählen wir beim Basenfasten keine Kalorien. Gemüse, Kartoffeln, Obst, Nüsse, Saaten und weitere pflanzliche Lebensmittel sind energiearm aber nährstoffreich und enthalten unter anderem Ballaststoffe und können zu sättigenden Mahlzeiten kombiniert werden.
Niemand soll mit ständigem Hunger durch seine Fastenwoche gehen. Deshalb arbeiten wir auch nicht mit einer starren Portionsgröße für jeden Gast. Ist Ihnen eine Portion zu groß, machen wir beim nächsten Mal weniger. Ist sie Ihnen zu klein, bekommen Sie mehr.
Jeder Mensch bringt einen anderen Appetit, einen anderen Alltag und einen unterschiedlichen Energiebedarf mit. Sie dürfen und sollen sich satt essen. Bei uns geht es nicht darum, eine möglichst niedrige Kalorienzahl zu erreichen, sondern um die Auswahl der Lebensmittel, bewussten Genuss und ein gutes Gefühl während der Fastenwoche.
Muss ich beim Basenfasten alles zu 100 Prozent einhalten?
Nein. Dieser Punkt ist uns besonders wichtig. Fasten soll Ihnen guttun und nicht zusätzlichen Druck erzeugen. Manche Gäste möchten die Empfehlungen während ihrer Woche sehr konsequent umsetzen. Andere schaffen vielleicht nicht jede Veränderung sofort oder möchten bestimmte Gewohnheiten zunächst behalten.
Das ist in Ordnung. Sie entscheiden selbst, wie weit Sie sich während Ihrer Fastenwoche einschränken möchten. Es geht nicht darum, am Ende eine perfekte Punktzahl zu erreichen.
Wenn Sie einen Großteil Ihrer gewohnten Ernährung für einige Tage verändern, bewusster essen, sich Zeit für sich nehmen und neue Gewohnheiten ausprobieren, kann allein das bereits eine wertvolle Erfahrung sein.
Eine Fastenwoche ist keine Prüfung. Und Sie müssen niemandem beweisen, dass Sie besonders streng mit sich sein können.
Wir begleiten Sie, erklären die Hintergründe und geben Ihnen Orientierung. Was Sie davon umsetzen möchten, entscheiden Sie selbst.
Darf ich beim Basenfasten Kaffee trinken?
Im klassischen Basenfasten wird Kaffee normalerweise weggelassen. Aber auch hier verfolgen wir im Antoniushof keinen Alles-oder-nichts-Ansatz.
Wenn die morgendliche Tasse Kaffee für Sie zu Ihrem Alltag gehört und Sie darauf nicht verzichten möchten, bedeutet das nicht, dass Ihre komplette Fastenwoche damit wertlos wäre.
Vielleicht möchten Sie Ihren Kaffeekonsum reduzieren. Vielleicht probieren Sie eine Alternative. Vielleicht entscheiden Sie sich bewusst dafür, Ihre eine Tasse am Morgen beizubehalten.
Sie treffen diese Entscheidung selbst. Uns ist ein bewusster Umgang mit Gewohnheiten wichtiger als zusätzlicher Druck.
Und wenn ich das Rauchen während der Fastenwoche nicht schaffe?
Auch dann soll niemand das Gefühl bekommen, „versagt“ zu haben. Aus gesundheitlicher Sicht ist Rauchen natürlich nicht empfehlenswert. Eine Fastenwoche muss aber nicht der Moment sein, an dem Sie gleichzeitig jede Gewohnheit Ihres Lebens verändern.
Wer das Rauchen nicht sofort aufgeben kann oder möchte, kann trotzdem andere Bereiche seines Alltags bewusst verändern.
Unser Ansatz ist: so viel Veränderung, wie für Sie persönlich gerade möglich und sinnvoll ist. Druck und schlechtes Gewissen passen für uns nicht zu einer erholsamen Fastenauszeit.
Was wird beim Basenfasten normalerweise weggelassen?
Klassischerweise pausieren während des Basenfastens unter anderem tierische Produkte, Alkohol, Süßigkeiten und viele stark verarbeitete Lebensmittel.
Auch Kaffee wird im klassischen Konzept meist nicht verwendet. Dabei möchten wir Lebensmittel nicht pauschal in „gut“ und „schlecht“ einteilen.
Es geht vielmehr darum, den gewohnten Speiseplan für einige Tage bewusst zu vereinfachen und dadurch eigene Routinen wieder stärker wahrzunehmen.
Wie oft esse ich aus Gewohnheit? Wann habe ich tatsächlich Hunger? Welche Lebensmittel fehlen mir? Und welche vermisse ich überraschenderweise überhaupt nicht? Auch solche Beobachtungen gehören zu einer Fastenwoche.
Muss Basenfasten langweilig schmecken?
Nein. Das ist wahrscheinlich eines der hartnäckigsten Missverständnisse. Aus Gemüse, Kartoffeln, Kräutern, Obst, Nüssen, Saaten und gekeimten Zutaten lässt sich eine erstaunlich abwechslungsreiche Küche entwickeln.
Unterschiedliche Zubereitungsarten verändern ein Lebensmittel komplett. Gedünstetes Gemüse schmeckt anders als geröstetes. Frische Kräuter verändern ein Gericht. Nüsse und Saaten bringen Textur. Gekeimter Quinoa, Reis oder andere gekeimte Lebensmittel erweitern die Auswahl zusätzlich.
Deshalb soll Basenfasten für uns nicht nach Verzicht schmecken. Genuss gehört ausdrücklich dazu.
Basenfasten oder Heilfasten – was passt besser zu mir?
Diese Frage lässt sich nicht für jeden Menschen gleich beantworten. Beim Heilfasten nach Buchinger wird weitgehend auf feste Nahrung verzichtet. Flüssigkeit und ausgewählte Fastengetränke begleiten die Fastentage.
Beim Basenfasten essen Sie dagegen weiterhin feste pflanzliche Mahlzeiten. Viele Fastenanfänger empfinden Basenfasten deshalb als leichter zugänglichen Einstieg. Andere möchten ganz bewusst die Erfahrung des klassischen Heilfastens machen.
Welche Form besser zu Ihnen passt, hängt unter anderem davon ab, welche Erfahrung Sie suchen, wie Sie Ihren Alltag gestalten und womit Sie sich wohlfühlen.
Warum Basenfasten im Hotel?
Natürlich kann man auch zu Hause basenfasten. Dort müssen Sie allerdings einkaufen, planen, kochen und gleichzeitig mit Ihrem normalen Alltag umgehen.
Während eines Fastenurlaubs fällt ein großer Teil davon weg. Sie müssen nicht jeden Morgen überlegen, welche Lebensmittel erlaubt sind oder welches Gericht Sie am Abend kochen könnten.
Stattdessen bleibt mehr Zeit für Bewegung, Ruhe, den GartenSpa oder einfach einmal für sich selbst. Genau diese Kombination macht für viele Gäste den Unterschied.
Basenfasten mit Bewegung und Entspannung
Ernährung ist bei uns nur ein Teil der Fastenwoche. Sanfte Bewegung, Entspannung und bewusst eingeplante Ruhezeiten gehören ebenfalls dazu.
Je nach aktuellem Programm können unsere Gäste beispielsweise Yoga, Meditation oder andere Bewegungseinheiten nutzen.
Dazwischen bleibt Zeit für Spaziergänge, Anwendungen oder entspannte Stunden im GartenSpa. Denn eine Fastenauszeit muss nicht aus einem möglichst vollen Programm bestehen. Sie darf auch einfach einmal eine Pause sein.
Basenfasten im Antoniushof in Niederbayern
Im familiengeführten Antoniushof begleiten wir seit vielen Jahren Gäste beim Heilfasten und Basenfasten.
Unsere Erfahrung zeigt vor allem eines: Es gibt nicht den einen perfekten Fastengast. Der eine möchte sehr konsequent fasten. Der andere möchte erste Erfahrungen sammeln. Manche Gäste freuen sich über völlig neue Lebensmittel, andere behalten bewusst eine kleine Gewohnheit aus ihrem Alltag bei.
Deshalb verstehen wir unsere Aufgabe nicht darin, Regeln zu kontrollieren. Wir möchten erklären, begleiten und Möglichkeiten zeigen.
Wie Ihre persönliche Fastenwoche aussieht, entscheiden am Ende Sie.
Und vielleicht liegt genau darin die besondere Erfahrung des Basenfastens: Sie entdecken für einige Tage, wie gut eine einfachere und bewusstere Ernährung schmecken kann – ohne Kalorienzählen, ohne ständigen Hunger und ohne den Anspruch, perfekt sein zu müssen.
Häufige Fragen zum Basenfasten
Was darf ich beim Basenfasten essen?
Beim Basenfasten stehen vor allem Gemüse, Kräuter, Kartoffeln, Obst, Nüsse, Saaten und ausgewählte gekeimte Lebensmittel auf dem Speiseplan.
Darf ich beim Basenfasten Reis essen?
In unserem Basenfasten-Konzept können ausgewählte gekeimte Reisprodukte eingesetzt werden. Klassischer Reis gehört dagegen nicht automatisch zu jedem Basenfasten-Konzept.
Sind Nudeln beim Basenfasten erlaubt?
Geeignete Nudeln aus gekeimten Ausgangsprodukten können Teil unserer Basenfasten-Küche sein. Welche Produkte eingesetzt werden, hängt vom jeweiligen Speiseplan ab.
Darf ich beim Basenfasten Quinoa essen?
Wir verwenden unter anderem gekeimten Quinoa als mögliche pflanzliche Komponente.
Darf man Hülsenfrüchte beim Basenfasten essen?
Ausgewählte gekeimte Hülsenfrüchte können je nach Gericht eingesetzt werden.
Kann ich beim Basenfasten satt werden?
Ja. Wir zählen keine Kalorien und möchten ausdrücklich nicht, dass Sie ständig Hunger haben. Portionsgrößen können an Ihren persönlichen Bedarf angepasst werden.
Darf ich beim Basenfasten Kaffee trinken?
Im klassischen Basenfasten wird Kaffee üblicherweise weggelassen. Im Antoniushof entscheiden Sie jedoch selbst, wie konsequent Sie Ihre persönlichen Gewohnheiten während Ihrer Fastenzeit verändern möchten.
Ist Basenfasten für Anfänger geeignet?
Viele Menschen empfinden Basenfasten als angenehmen Einstieg, weil weiterhin feste Mahlzeiten gegessen werden. Welche Fastenform zu Ihnen passt, hängt jedoch von Ihren persönlichen Voraussetzungen und Vorstellungen ab.
Wie lange dauert Basenfasten?
Die passende Dauer hängt vom jeweiligen Angebot und den persönlichen Zielen ab. Im Antoniushof können Sie zwischen verschiedenen Basenfasten-Aufenthalten wählen und Ihre Fastenauszeit entsprechend planen.
Ihre Basenfasten-Auszeit im Antoniushof
Sie möchten Basenfasten nicht nur ausprobieren, sondern sich für einige Tage wirklich Zeit dafür nehmen? Dann entdecken Sie unsere Basenfasten-Angebote im Antoniushof in Niederbayern.
Freuen Sie sich auf abwechslungsreiche pflanzliche Küche, persönliche Begleitung, Bewegung, Ruhe und Zeit im GartenSpa.
Basenfasten darf leicht sein. Und vor allem darf es schmecken.